"OLNO 2015/16 - 7. Runde: Wir leben noch! (aktualisiert)"

Non-playing Captain Manfred Lenhardt fa├čt die Ereignisse des vergangenen Spieltags in seinem Bericht zusammen.


Autor: Manfred Lenhardt


ERSTE: Wir leben noch!

Bericht von Manfred Lenhardt

Mit einem glücklichen 4,5:3,5-Sieg gegen die TSG Oberschöneweide haben wir den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle hergestellt und können nach wie vor den Klassenerhalt schaffen.

Zwischendurch sah der Mannschaftskampf gar nicht gut aus. Bei Cord ergab sich ein Endspiel mit je 2 Leichtfiguren und 7 Bauern, das folgerichtig in einem Remis endete. Da Yannick im Mittelspiel keine gute Figurenaufstellung fand, kostete eine Mattdrohung schließlich Material und wir lagen mit 0,5:1,5 zurück.

Da Heinz ein Bauernverlust drohte, Achims Eröffnung der Rubrik "Extravagant" einzuordnen war und Kai-Gerrit – nach einer zu frühzeitigen Abtauschabwicklung – mit einem rückständigen und angreifbaren Bauern sitzen blieb, sah es nach etwa 3 Stunden Spielzeit düster aus.

Wo sollten die Punkte herkommen?

Immerhin hatte Hendrik seinen Gegner (200 DWZ-Punkte mehr!) mit seiner Eröffnungswahl überrascht und Ingo hatte einen Bauern mehr, musste aber erstmal seinen Entwicklungsrückstand ausgleichen.

In der Zeitnotphase wendeten sich die Blätter (= Partien) zu unseren Gunsten. Das 30-Sekunden-Inkrement begünstigt den Angreifer. Bei einem Fehler ist der Angriff weg, bei einem Fehler des Verteidigers ist dann meist die Partie um.

Genauso kam es dann bei Heinz: Er gab den Bauern und drang auf der zweiten Reihe ein. Der Weiße übersah wegen seiner Grundreihenschwäche ein Turmopfer auf f2 und wenig später führte die Ablenkung seiner Dame zum Matt auf g2. Spektakulär ging es bei Achim zu. Mit Qualitätsopfer und Springeropfer stellte er den schwarzen König auf Matt. Vermutlich war es nicht korrekt, doch Schwarz fand in Zeitnot die Wiederlegung nicht. Achim gewann das geopferte Material mit Zinseszins zurück und hatte letztlich zwei Figuren mehr. Dann holte auch Ingo den vollen Punkt – sein Gegner hatte eigentlich noch genügend Zeit, ließ aber eine Figur stehen. Ansonsten hätte Ingo noch viel arbeiten müssen!

Innerhalb weniger Minuten führten wir mit 3,5:1,5. Und der Sieg war greifbar, denn Hendrik stand inzwischen besser. Beide Spieler hatten lang rochiert. Weiß hatte einen Bauern geopfert und Hendriks König war kurzzeitig etwas luftig, dafür hatte Hendrik die gegnerischen Bauern am Königsflügel vereinzelt und die einzige offene Linie in Besitz genommen. Interessanterweise verfolgten dann beide Spieler dieselbe Idee. Weiß wollte Hendrik zu einem zweifelhaften Figurengewinn verleiten und Hendrik spielte auf den Figurengewinn und als er ihn unter viel günstigeren Umständen umsetzen konnte, gab Weiß sofort auf.

Hendrik Möller (WeDa, DWZ 2175)

Dirk Rosenthal (O-Weide, DWZ 2389)

Es folgte 47… b4 48.Dxb4 a5 und Weiß gab auf. Die Dame hat keine Felder und 49.Sc6 axb4 50.Sxe7 Txe7 kostet den Weißen eine Figur.

Kai-Gerrit wehrte sich ewig und konnte den rückständigen Bauern verteidigen. Doch es reichte nicht. Weiß eröffnete am Damenflügel eine zweite Front, drang mit einem Turm ein und stellte entscheidende Drohungen auf. Wenig später musste auch Franko aufgeben. Er spielte lange mit einem Einzelbauern und versäumte den Damen- oder den Läufertausch. Danach hätte er im Endspiel gute Remischancen gehabt. Ohne Tausch blieben Grundreihe und zweite Reihe verwundbar. Neben dem Einzelbauern ging letztlich noch ein weiterer Bauer verloren und Dame und Läufer drohten schließlich matt.

Somit lautete der Endstand 4,5:3,5.

In Runde 8 geht es in drei Wochen nach Neuruppin. Da nach derzeitigem Stand 3 Mannschaften absteigen, muss auch dort ein Sieg her!



 NEWS vom 20.02.2016/CG/TG: Einzelergebnisse, Tabellen und Vorberichte



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