"Blitz: WeDa unter den Top 20 Norddeutschlands"

Hier nun der ausführliche Bericht der fünf WEISSEN DAMEN, die auszogen, in Bremen das Blitzen zu lernen.


Autor: Thorsten Groß


Nach der im vergangenen September souverän errungenen Qualifikation für die Norddeutsche Blitzmannschafts-Meisterschaft (NDBMM) nahmen wir am vergangenen Wochenende an eben dieser teil, die wie bereits 2009 wieder im Bürgerhaus Mahndorf in Bremen ausgetragen wurde. Nach dem Grundsatz „never change a winning team“ wurde die in Lichtenrade bewährte Mannschaft, bestehend aus Hendrik, Heinz, Thorsten, Yannick und Thomas aufgeboten.

Während Yannick bereits individuell vorab angereist war, machte sich der Rest gemeinsam auf den Weg. Nachdem Thomas am Samstag sein – zum Glück doch nicht abgeschlepptes – Auto gefunden hatte, gab es keine weiteren besonderen Vorkommnisse auf dem staufreien Weg in die Hansestadt Bremen.

Zur Vorbereitung auf das sonntägliche Turnierhighlight wurde am Samstagabend im Bremer Szeneviertel original griechische Küche gespeist, was auch nach zweimaliger Aufnahme der Bestellung erfolgreich gelang. Danach ging es zur individuellen Vorbereitung in die Unterkünfte. Besonders erwähnt sei, dass der große Vorsitzende das Hotelzimmerturnier souverän gewinnen konnte.

Nach einer kurzen Nacht wurde der Meldeschluss erfolgreich eingehalten und das erste Ziel des Tages erreicht. Da die Turnierleitung (diesmal ohne Jürgen Kohlstädt) sich zunächst noch in die Feinheiten eines Mannschaftsturniers einarbeiten musste, wäre die Eile allerdings gar nicht nötig gewesen. Zur Förderung des Fitness der Teilnehmer ließ man sich außerdem ein lustiges Rutschsystem einfallen, bei dem man nach jeder Runde an einen anderen Tisch auf der entgegengesetzten Seite des Saals hüpfen durfte.

Unsere Mannschaft wurde nach Losentscheid auf Platz 27 von 29 Mannschaften gesetzt. Unser primäres Ziel war es daher, den Startplatz zu verbessern, was letztendlich auch überzeugend gelang.

Nach etwas holprigem Start konnten mit verbesserter Zeiteinteilung die ersten Mannschaftspunkte gegen den Ausrichter SF Bremer Osten Bürgerhaus Mahndorf und die Schachfreunde Lilienthal erzielt werden. Kurz vor der Mittagspause zeigten uns dann Hannover 96 und die SF Hamburg, dass es mit einer Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft eher nichts werden würde.

Sportlicher Höhepunkt der zweiten Turnierhälfte war dann der souveräne Sieg gegen die Oberschöneweider Blitzcracks, die eigentlich Revanche für die Oberliga-Niederlage des letzten Wochenendes nehmen wollten, aber am Ende froh sein konnten, nur 3:1 verloren zu haben, weil Yannick seine Gewinnstellung noch verdarb! Das blieb allerdings unser einziger Sieg gegen eine in der Schlusstabelle besser platzierte Mannschaft. Einige Male waren wir nah dran, bis sich doch entweder die individuelle Klasse oder schnellere Endspieltechnik der Gegner durchsetzen konnte.

Am Ende ließen dann die Kräfte merklich nach und wenn man schließlich die WEISSE DAME stehen lässt, ohne es überhaupt zu merken, dann ist man doch froh, wenn das Turnier zu Ende ist. Die Endtabelle weist für uns den 20. Platz aus, was angesichts der enormen Stärke des Teilnehmerfelds eine ordentliche Platzierung darstellt. Im Vergleich zum letzten Jahr konnten wir uns um zwei Plätze verbessern (sogar ohne Mentalcoach!) und hatten diesmal – gefühlt – vor allem eine wesentlich bessere Zeiteinteilung.

Nach einer so gut wie unfallfreien Rückfahrt konnten wir unter Einhaltung der meisten Verkehrsregeln gegen 23 Uhr wieder die heimische Hauptstadt erreichen.
 

Endstand

Pl. Mannschaft S R V MP BP
1. SV Werder Bremen 24 2 2 50:6 89.0
2. SF Berlin 1903 21 7 0 49:7 86.0
3. Delmenhorster SK 20 5 3 45:11 77.0
4. Hannover 96 20 4 4 44:12 78.0
5. SF Schwerin 19 6 3 44:12 76.0
6. SK Norderstedt 21 1 6 43:13 75.0
7. FC St. Pauli 18 2 8 38:18 75.5
8. SK König Tegel 16 6 6 38:18 74.5
9. TSG Oberschöneweide 16 4 8 36:20 69.5
10. SC Königsspringer 17 2 9 36:20 68.0
11. HSK Lister Turm 15 6 7 36:20 67.5
12. Tempo Göttingen 16 1 11 33:23 59.5
13. SF Hamburg 13 5 10 31:25 62.5
14. MTV Tostedt 11 9 8 31:25 60.5
15. Lübecker SV 12 6 10 30:26 64.5
16. Greifswalder SV 12 6 10 30:26 59.0
17. SSC Rostock 10 8 10 28:28 59.0
18. ESV Lok RAW Cottbus 10 5 13 25:31 51.0
19. SV Bargteheide 8 6 14 22:34 49.5
20. SC Weisse Dame 7 5 16 19:37 44.5
21. SC Empor Potsdam 8 2 18 18:38 44.5
22. SV Gifhorn 5 7 16 17:39 42.5
23. Bremer SG 6 5 17 17:39 37.5
24. SV Berolina Mitte 6 4 18 16:40 40.5
25. Elmshorner SC 4 5 19 13:43 36.0
26. SF Bremer Osten 4 1 23 9:47 23.5
27. SF Lilienthal 3 2 23 8:48 25.5
28. SV Königsjäger Süd-West 1 4 23 6:50 23.5
29. SV Gryps 0 0 28 0:56 4.5

Zur Kreuztabelle 

Leider gab es diesmal keine geeigneten Zettel zum Mitschreiben der Einzelergebnisse, so dass die folgenden Einzelbilanzen eventuell leicht fehlerbehaftet sind. Insbesondere an Brett 1 konnte der Berliner Meister mit 50% der Punkte gegen die Blitz-Elite Norddeutschlands überzeugen und seine Bilanz gegenüber dem Vorjahr (damals 8,5/24) deutlich verbessern.

Alle anderen Spieler blieben mehr oder weniger im Rahmen ihrer Möglichkeiten und wurden durch die zu schnell ziehenden Gegner, zu leichte Figuren, die zu frühe Uhrzeit oder die fehlenden Drachenkenntnisse ihrer Gegner ausgebremst.

Hendrik Möller: 11,5 / 23
Heinz Uhl: 9,0 / 23
Thorsten Groß: 9,5 / 22
Yannick Kather: 9,0 / 23
Thomas Heerde: 5,5 / 21



Bei Chessbase gibt es ebenfalls einen Bericht über die Meisterschaft, wo auch unsere Mannschaft im Bild verewigt wurde. Das Foto entstand beim Mannschaftskampf gegen Greifswald, der trotz Pause von Hendrik 2:2 ausging.



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