"Schach am Wochenende: BPMM, OLNO und BMM"

Ein bunt gemischtes Schachprogramm gibt es am diesem WE (= Wochenende). Bereits am Samstag stand der Berliner Mannschaftspokal gegen die SF Berlin an, am Sonntag folgen nun die 8. Runde der Oberliga sowie zwei vorgezogene Spieler aus der 8. Runde der Berliner Mannschaftsmeisterschaft.


Autor: Thorsten GroƟ


Im Berliner Mannschaftspokal gelang gestern im Spiellokal von Oberschöneweide ein 3:1- Erfolg gegen die Schachfreunde Berlin. In unseren Reihen wurden die Spieler der ERSTEN wegen des wichtigen Oberligaspiels gegen Neuruppin geschont. Schließlich traten wir in der Aufstellung Heerde, Lenhardt, Groß und Gelman an.  Da die Schachfreunde bereits für den Deutschen Pokal vorqualifiziert sind, hatten wir auf eine eher schwächere Besetzung der Schachfreunde gehofft, die auch eintrat. Somit war ein ausgeglichener Kampf zu erwarten.

Als erstes war die Partie von Josef beendet, der nach meinem Eindruck in der Eröffnung etwas zu zahm spielte. In der entstehenden, relativ geschlossenen Stellung setzte ihn sein Gegner am Königsflügel unter Druck, und nach einer kleinen Kombination seines taktisch gewitzten Gegners ging eine Figur verloren.

Umgekehrte Vorzeichen am Spitzenbrett: hier setzte Thomas seinen Gegner, trotz (oder wegen?) eines Minusbauern, vor allem auf den schwarzen Feldern unter Druck. Bei bereits knapper Zeit sorgte auch hier ein Fehlzug dafür, dass durch eine Fesselung eine Figur verloren ging.

Manfred zeigte am 2. Brett, dass auch aus Katalanisch interessante Stellungen entstehen können. Sein Freibauer auf b2 gewann schließlich entscheidend Material. Durch die Siege an Brett 1 und 2 hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits den Mannschaftsmapf dank Berliner Wertung gewonnen. Ein wenig Glück war allerdings dabei, denn der Gegner hätte seinerseits einen sehr gefährlichen Freibauern bilden können, übersah diese Möglichkeit aber bei knapper Zeit.

Noch viel mehr Glück brauchte ich am 3. Brett. Nach ziemlich misslungener Eröffnung hätte meine Gegnerin einfach einen Bauern gewinnen können. Ein überhasteter Zug ihrerseits gestattete es mir, diesen Bauern günstig zu opfern, und einen (anderen) Bauern wenige Züge später zurück zu gewinnen. Nach der Zeitkontrolle stand ich wiederum schlecht und verlor diesmal tatsächlich einen Bauern. Nach einem erfolgreichen Verwirrzug hätte ich die Leichtfiguren tauschen, und ein nur noch etwas schlechteres Turmendspiel erreichen können. Meine Gegnerin spielte aber weiter auf Gewinn und opferte die Qualität. Das entstehende Endspiel mit T+3B gegen L+5B hatte sie aber falsch eingeschätzt - trotz eines gefährlich aussehenden Freibauern war es recht einfach für mich gewonnen.

Abschließend die Einzelergebnisse in der Übersicht:

11

SF Berlin 1903

2025

1-3

SC Weisse Dame

1998

1

Nötzel,Felix

2077

0-1

Heerde,Thomas

1954

2

Galbraith,Martin

2023

0-1

Lenhardt,Manfred

2095

3

Skogvall,Martina,WFM

1960

0-1

Groß,Thorsten

2085

4

Jeremic,Dusan

2038

1-0

Gelman,Josef

1858


Unser nächster Gegner ist nunmehr am 23.04. der SV Berlin-Friedrichstadt.


Die ERSTE spielt an diesem Sonntag in Neuruppin weiter um den Klassenerhalt. Wegen des ungünstigen Tabellenstands in der 2. Bundesliga (Pankow und Kreuzberg stehen auf Abstiegsplätzen) gilt weiterhin, dass Platz 7 zum sicheren Klassenerhalt erreicht werden muss.

Die Kreuztabelle vor der 8. Runde sah so aus:

 

Mannschaft

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10


Sp

MP

BP

1.

Schachfreunde Berlin II

 + 

4

5

 

?

5


8

13

33

2.

SK König Tegel II

 + 

?

4

5

6

 


8

11

35

3.

TuS Makkabi Berlin

4

?

 + 

4

 


8

10

31½

4.

Greifswalder SV

3

4

 + 

?

 

4


8

8

27

5.

TSG Neuruppin

 

3

4

 + 

5

?


8

7

33

6.

SC Empor Potsdam

?

 + 

 

5


8

6

27

7.

TSG Oberschöneweide

?

2

 

3

 + 


8

6

26½

8.

SC Weisse Dame

 

?

 + 

4


8

5

27

9.

ESV Lok RAW Cottbus

3

4

½

 

 + 

?


8

3

21½

10.

Pneumant Fürstenwalde

 

3

4

?

 + 


8

1

18½


Dieser Spieltag lief nicht rund für die WEISSE DAME: Das Spiel in Neuruppin ging 3,5:4,5 verloren (sieben Remisen, bei einer Niederlage von Kai-Gerrit), alle Konkurrenten konnten Punkte holen und der letzte Gegner, König Tegel 2, hat vor der letzten Runde noch Aufstiegschancen. Hier die Tabelle nach Runde 8:

 

Mannschaft

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

 

Sp

MP

BP

1.

Schachfreunde Berlin II

 + 

4

 

5

4

5

 

8

14

37

2.

SK König Tegel II

 + 

5

4

6

 

 

8

13

40½

3.

TuS Makkabi Berlin

4

 + 

4

 

 

8

10

34

4.

TSG Neuruppin

 

3

4

 + 

5

 

8

9

37½

5.

SC Empor Potsdam

 + 

 

5

 

8

8

31½

6.

Greifswalder SV

3

4

 + 

 

4

 

8

8

30½

7.

TSG Oberschöneweide

4

2

3

 

 + 

 

8

7

30½

8.

SC Weisse Dame

 

 + 

4

 

8

5

30½

9.

ESV Lok RAW Cottbus

3

½

 

4

 + 

5

 

8

5

26½

10.

Pneumant Fürstenwalde

 

3

4

3

 + 

 

8

1

21½


Somit bleibt nur noch die Hoffnung, dass es in der 2. Bundesliga Nord noch einer Berliner Mannschaft gelingt, von den Abstiegsplätzen herunter zu kommen, denn dann gäbe es nur zwei Absteiger. Da Kreuzberg offenbar keine Chance mehr hat, heißt es nun: Daumendrücken für Pankow!



Zum Bundesliga-Ergebnisdienst



Vergleichsweise entspannt können dagegen die FÜNFTE und die SIEBTE ihre (auf Wunsch von Mattzug) auf den 13.03. vorgezogenen BMM-Spiele gegen Mattnetz angehen, die ausnahmsweise in unserem Ausweichspiellokal, der Peter-Ustinov-Schule gespielt werden. Während die FÜNFTE den Klassenerhalt bereits zu 99,9 % sicher hat, kann die SIEBTE nicht absteigen, da sie bereits in der untersten Liga spielt. ;-)

Ebenfalls bei uns zu Gast ist übrigens die zweite Mannschaft der Schachpinguine, die ebenfalls ihre Partie gegen Mattzug vorspielt.

Die FÜNFTE gewann schließlich ohne Mühe mit 6:2 gegen (trotz Spielverlegung) nur sechs Mattnetz-Spieler, während die SIEBTE mit 1,5:4,5 verlor.




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