"OLNO 2015/16 - Bericht zur 8. Runde: Leben wir noch?"

Über die vierte 3,5:4,5-Niederlage im 8. Saisonspiel berichtet der Non-playing Captain.


Autor: Manfred Lenhardt


ERSTE: "Leben wir noch?"

Bericht von Manfred Lenhardt

Im Sinne des Klassenerhaltes in der Oberliga kann die Frage (noch) mit "Ja" beantwortet werden. Allerdings ist – laut Liga-Orakel – unsere Lebenserwartung auf nur noch 2,7% gesunken. Ursache ist unsere vierte 3,5:4,5-Niederlage in dieser Saison. Greifswald und Oberschöneweide haben genau so viele Brettpunkte geholt; diese aber auf 3 bzw. 2 Mannschaftspunkte mehr verteilt. Mist!

Leider ist es momentan so, dass es 4 Absteiger aus der Oberliga geben wird, daher auch unsere ungünstige Lebenserwartung. Die für uns beste Konstellation mit nur 2 Absteigern ist sehr unwahrscheinlich geworden, da momentan in Liga 2 sowohl Kreuzberg als auch Pankow auf Abstiegsplätzen stehen und auch die Aufstiegskonstellation in MeckPomm gegen uns spricht.

In Neuruppin gegen die dortige TSG erwartete uns die erwartet schwere Aufgabe. Die Fraktion der Internationalen Meister (= IM) aus Ungarn (3x) und aus Berlin (1x) hatte im Schnitt ca. 200 DWZ-Punkte mehr als meine Kollegen.

Umso überraschender ließ sich Achims Ungar (Brett 2) im Mittelspiel auf eine Zugfolge ein, bei der er die Dame opferte, um anschließend mit Turm und beiden Läufern ein Dauerschach zu geben. Wenig später bekam Hendrik (Brett 1) vom nächsten IM im frühen Mittelspiel in gleicher Stellung ein Remisangebot. Was tun? Angesichts des Matchplans VOHAHIPU (vorne halten hinten punkten, © Christian Greiser) stimmte der Non-playing-Captain zu.

Wenig später bekam Franko (Brett 4) vom nächsten IM im frühen Mittelspiel in gleicher Stellung ein Remisangebot... Pfffft… Na gut… => Zwischenstand: 1,5:1,5

Wenig später… Leider war IM Nummer 4 mit einem Remis nicht zufrieden. Die Stellung war zwar gleich, aber er hatte vielfältige zukünftige Optionen im Zentrum und an beiden Flügeln. Das würde für Kai-Gerrit (Brett 3) schwer werden!

Die hintere Hälfte an Brett 5 bis 8 war ok. Cord (Brett 8) hatte mit Schwarz die Initiative übernommen. Heinz (Brett 5) musste sich mit drohenden schwarzen Bauervorstößen auf d5 und f5 auseinandersetzen und beschäftigte den Gegner am Damenflügel. Hier würde es auf einen Zeitnot-Krimi hinauslaufen. Ingo (Brett 7) und Yannick (Brett 6) nahmen dann die nächsten Remisangebote an. Ingo hätte sich unbequem am Damenflügel verteidigen müssen und Yannick hatte sich durch Damentausch vom gegnerischen Druck befreit. Bei Heinz wurde es der erwartete Zeitnot-Krimi. Er gewann den schwarzen Bauern h6, fand aber nicht die richtige Zugfolge zur Abwehr der gegnerischen Drohungen und so wurde es Remis durch Zugwiederholung. Bei richtiger Zugfolge wäre der Vorteil allerdings gering gewesen. Ob es zu mehr als einem Unentschieden gereicht hätte? So lautete der Zwischenstand jedenfalls 3:3

Kai-Gerrit konnte die gegnerischen Möglichkeiten irgendwann nicht mehr neutralisieren und verlor zunächst die Qualität gegen einen Bauern. Da der ungarische IM präzise fortsetzte, war die Partie dann wenig später doch verloren. Wir hofften auf Cord, der inzwischen in ein Endspiel "Guter Springer gegen schlechter Läufer" (bei je 6 Bauern) abgewickelt hatte. Wer beim Dienstagstraining dabei ist, weiß, dass er das kann ... Doch Cord hatte nur einen Angriffspunkt. Seine Gegnerin konnte zudem die Sprengung f5 verhindern und die Einbruchsfelder g5 und h5 unter Kontrolle nehmen. Daher war es Remis und der Endstand von 3,5:4,5 war besiegelt.

Mist! Zum x-ten Mal haben wir mitgehalten, hatten einen Punkt oder mehr in Aussicht und stehen dann mit leeren Händen da.

In der Schlussrunde spielen wir noch gegen König Tegel 2, die selbst noch Aufstiegschancen besitzen. Wir können also locker aufspielen. Vielleicht erwischen wir ja die 2,7%? Wenn nicht, beginnt ab sofort die Vorbereitung auf die 1.Runde in der nächsten Landesliga-Saison…


PS: Auch bei der TSG Neuruppin, die durch ihren Sieg den Klassenerhalt sichern konnten, gibt es inzwischen einen kurzen Bericht auf der Homepage.



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