"BMM 2015/16 - 8. Runde: (Ach, du) dickes Ei ! (3. Aktualisierung)"

Der Aufstieg der ZWEITEN ist perfekt, die DRITTE muss dagegen weiterhin um den Klassenerhalt bangen. Die weiteren Mannschaftskämpfe, zumal durch zahlreiche kampflose Punkte verzerrt, gerieten angesichts dieser Weichenstellungen zur Nebensache ... Vier Berichterstatter haben inzwischen ihre Eier gelegt - und ein Foto gibt es auch noch..


Autor: Johannes Stöckel / Torsten Meyer / Vincent Kather / David Hörmann


Die ZWEITE ist das Überraschungsei der Saison und lässt nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung, spannendem Verlauf und am Ende einem Groß(sch)en, wenngleich knappen Sieg schon mal die Sektkorken knallen. Süßer können wohl auch die kommenden Ostereier nicht schmecken ...

Die DRITTE dagegen unterlag nach ebenfalls spannendem Kampf denkbar knapp. Ein Sieg in der letzten Runde oder ausreichend Schützenhilfe lauten nun die Routen zum Klassenerhalt am letzten Spieltag. Jeder Brettpunkt zählt und am Ende könnten sich sogar mehrere Mannschaften punkt- und brettpunktgleich den Abstiegsrang 9 teilen. Hoffentlich heißt am Ende nicht "Ach, du dickes Ei" ... 

Die VIERTE bekam vom Tabellenführer Kreuzberg eine Vorgabe von 3 kampflosen Punkten und münzte diese in einen 5:3-Sieg um. Mit 9 Mannschaftspunkten hat man nun sogar ein positives Punktekonto.

Eine 2:0-Vorgabe reichte der FÜNFTEN zu einem ungefährdeten Sieg gegen Mattnetz II. Dabei war der Mannschaftskampf auf Wunsch des Gastes wegen des Beginns der Schulferien um eine Woche vorgezogen worden. Wie erwartet, traten zwei nicht aufgestellte, starke Jugendliche heute für Mattnetz I gegen die DRITTE an.

Trotz eines 2:1 nach kampflosen Punkten (ärgerlich, dass gerade zwei unserer jungen Spieler umsonst erschienen waren) musste sich die SECHSTE dem Tabellenführer knapp geschlagen geben und zehrt somit weiterhin vom zu Saisonbeginn erspielten Punktepolster. Sehenswert immerhin der Sieg an Brett 7 von Philipp Franke gegen einen fast 500 DWZ-Punkte (!) höher eingestuften Gegner.

Auch die SIEBTE musste sich in ihrer vorgezogenen Ansetzung und mit einem unbesetzten Brett einem Tabellenführer geschlagen geben. Dass einige junge Spieler erst so spät erschienen und dann so schnell verloren und wieder verschwanden, dass der Berichterstatter sie nicht einmal zu Gesicht bekam, ist trotzdem eine Randnotiz wert. Im Kellerduell am letzten Spieltag würde man bei einer Niederlage nun noch die Rote Laterne überreicht bekommen ... 



Bilanz nach der 8. Runde
                         
  8. Spieltag     Platz MP Brettpunkte
WeDa 2 4,5 : 3,5   SC Zitadelle Spandau II  1. 15 : 1 41,0 / 64
WeDa 3 3,5 : 4,5   SV Mattnetz Berlin I 7.- 9. 5 : 11 28,0 / 64
WeDa 4 5,0 : 3,0   SC Kreuzberg V 5. 9 : 7 31,5 / 64
WeDa 5 6,0 : 2,0   SV Mattnetz Berlin II 3. 9 : 7 35,0 / 64
WeDa 6 3,5 : 4,5   Rotation Berlin I 6. 6 : 8 22,5 / 56
WeDa 7 1,5 : 4,5   SV Mattnetz Berlin V 8. 4 : 10 15,0 / 42
BP 24,0 : 22,0      gesamt:       173,0 / 354
MP 6,0 : 6,0      gesamt: 48 : 44      
 
 
 





ZWEITE: „Hipp, hipp – Hurraaa!“

Bericht von David Hörmann

In der vorletzten BMM Runde ging es um den Aufstieg. Ein Gewinn der Mannschaft war also ein absolutes Muss.

Nachdem Peter bereits nach etwa einer Stunde ein Remis mit seinem Gegner vereinbarte, und Wolfram kurz darauf in hoffnungsloser Stellung das Handtuch werfen musste, sah es zunächst einmal relativ düster aus. Ich schlenderte etwas durch unsere Reihen und musste feststellen, dass wir an einigen Brettern leicht bis deutlich schlechtere Stellungen hatten.

Lukas, der neben mir saß, stand im Mittelspiel sehr schlecht und musste sich verteidigen. Auch Sebastian bekam von seinem Gegner zunächst kaum Möglichkeiten zum aktiven Gegenspiel. Ich wusste also: „Dat wird ‘n verdammt knappet Ding heute!“

Bei Ralf sah es durchgehend gut aus und er gewann schließlich, nachdem der seinem Gegner mit 2 verbundenen Freibauern auf der 6. Reihe die Luft abschnürte. Nun stand es 1,5 : 1,5.

Als Stefan in leicht besserer Stellung remisierte und Lukas in ein sehr remis-trächtiges Leichtfigurenendspiel abwickelte und einen weiteren halben Punkt beisteuerte sah es auf einmal gar nicht mehr so übel für uns aus. Meine Stellung war recht ausgeglichen die ganze Zeit, bis ich in einem leicht schlechteren, aber dennoch remis-trächtigen Turmendspiel landete. Mein Gegner behandelte dieses jedoch so schlecht, dass ich auf einmal die Oberhand hatte. Leider erwies sich die Stellung doch noch als sehr trickreich und letzten Endes konnte ich das Remis nicht mehr verhindern… Schade!

Sebastian schaffte es danach, seinem Gegner einen halben Punkt abzuluchsen und es stand: 3,5 :3,5

Alles hing nun von Thorsten ab. Nachdem alle anderen schon fertig waren und es sich bereits im Analyseraum gemütlich machten, kam Thorsten irgendwann in den Raum gestürmt und rief „Ich hab' gewonnen!“ Das Gejubel war Groß und die ersten Korken knallten. Wir haben es geschafft; 4,5 : 3,5 - knapper Sieg mit großen Folgen. „Hipp, hipp – Hurraaa!“



Die siegreiche ZWEITE beim Anstoßen. Es fehlt David, der schon den Bericht schrieb (?) .
Auf den Auslöser drückte erfolgreich Christian Greiser.


Anmerkungen und kommentierende Gedanken auf der Homepage von Zitadelle



DRITTE: Drama in vier Akten

Bericht von Torsten Meyer

8. Runde BMM hieß für die DRITTE "auf zum Kellerduell Achter (wir) gegen den Neunten (Mattnetz I)", es ging also um Einiges an diesem Frühlingsbeginn-Sonntag. Und wie es sich für ein Abstiegsmatch gehört, wurde es spannend und blieb es auch bis zum Ende.

Prolog: Da Mattnetz II seine Paarung der 8. Runde vorgespielt hatte, reklamierten wir leichte taktische Vorteile für uns, konnten wir uns doch ausrechnen, welche Spieler aus der zweiten dann in die erste Mannschaft hochrücken würden. Diesen Informationsvorsprung wollten wir unserseits mit der erneuten Nominierung von Claudio nutzen, zugleich mit dem erstmaligen Saisoneinsatz von Christoph Barsch nun unsererseits Mattnetz überraschen, keine Ahnung, ob sie überrascht waren ....

Der erste Akt - "kurz und schmerzlos"

An Brett 6 war verhältnismäßig schnell die Luft raus, da weder Gerd noch sein Gegner über stellungsrelevante Hebel verfügten, wurde der Punkt recht unspektakulär geteilt.

Der zweite Akt - "vor dem Abgrund"

Was nach dem friedlich-schiedlichen Auftakt geschah, war nicht das Szenario, das sich der Non-playing-Captain ersehnt hatte (wie der 2. Vorsitzende später anmerkte, steigen alle Mannschaften mit einem Non-playing-Captain ab, also war es vielleicht überhaupt keine gute Idee gewesen, nicht selbst zu spielen ...). Wenngleich kein Audi, der wäre schon das „Aus“ des Matches gewesen, so doch eine Tripel-Null verhieß nichts Gutes. Als erster musste Claudio, der leicht grippegeschwächt spielte, die Segel streichen. Irgendwas lief im frühen Mittelspiel nicht nach Plan und später war dann leider nichts mehr zu reparieren. Anschließend flaggten dann Thomas und Heinz weiß. Heinz geriet schon in der Eröffnung unter Druck und legte seine Partie wohl zu passiv an, so zumindest der erste Eindruck der Post-mortem-Analyse. Im Mittelspiel drohte eine abgeklemmte Figur verloren zu gehen, so dass Heinz zwei Leichtfiguren für einen Turm hergeben musste, ein materieller Vorteil, den sein Gegner sicher verwertete. Anders wiederum bei Thomas, der gambitmäßig einen Bauern gegeben hatte,  wohl aber kaum rechte Kompensation erhielt. In der Zeitnotphase fiel seine Stellung dann auseinander, da vermochte auch sein Kampfgeist nichts mehr zu retten.

Der dritte Akt - "von der Schippe gesprungen (temporär zumindest)"

"Minus drei" liest sich wie das Aus, doch die DRITTE schlug unbeeindruckt zurück. Es war unser Debütant Christoph, der uns mit einer sehenswert gespielten Partie im Spiel hielt und den Anschlusstreffer erzielte, es folgten die Siege von Manfred und Christian, die den Gleichstand markierten. Manfred spielte wahrlich eine humorlose Partie, so humorlos, dass sein Gegner in beginnender Zeitnotphase schlussendlich einen Bauern einstellte, der anschliessend knochentrocken (und noch humorloser, dafür aber umso eindrucksvoller) von Manfred verwertet wurde. Christian war der Erste, der verkündete, er gewänne. Das dauerte dann zwar noch, änderte aber nichts am Ergebnis, auch hier setzte sich schlussendlich die Endspiel-Altersstärke, wie auch bei Manfred, durch. Pikant war allerdings, dass Christian vom Mannschaftsführer (MaFü) eine Carte Blanche erhalten hatte, sein frühes Remisangebot aber (Gott sei Dank) abschlägig beantwortet wurde.

Der vierte Akt - "Glücksspiel"

Zum tragischen Helden des Tages mutierte Mirza. Als der MaFü nach einer guten Stunde seine erste, ernsthafte Evaluation vornahm, schmerzte der Bauch nur bei den Stellungen von Heinz und eben Mirza, bei dem nicht zu erkennen war, wie er Spiel generieren sollte - mag auch an der Struktur gelegen haben, die dem MaFü nicht liegt. Mirza schien aber zu wissen, was er macht. Vor allem aber schien sein Gegner einen Bauernverlust übersehen zu haben, was aber angesichts der Materialkonstellation noch nicht viel hieß, gleichwohl natürlich gehofft wurde und werde durfte. Leider jedoch revanchierte sich Mirza in der Zeitnotphase seinerseits, so dass das Remis wahrscheinlich wurde, dessen Angebot allerdings vom Gegner abgelehnt wurde -  musste es auch, da es für Mattnetz um alles, für uns hingegen nur um fast alles ging. Dann wurde es zunehmend hektischer, die Zeit beiderseits knapper und es kam, wie es kommen musste, Mirza musste sich nach langer und zäher Gegenwehr doch noch geschlagen geben. Ja, ich wusste es schon immer, predigte es jahrelang in Zürich: Schach ist ein Glücksspiel.

Ausblick: Das Paradoxon ist, dass die DRITTE trotz einer weiteren, schmerzhaften Niederlage vom 8. auf den 7. Platz aufrückt, die Runde lief mithin unter Strich noch einigermaßen gut für uns. Die endgültige Entscheidung über den Klassenerhalt fällt dann in der letzten Runde gegen Zehlendorf, noch ist nicht aller Tage Abend.

Anmerkung des Spielleiters: In der Tabelle des BMM-Skripts wird die DRITTE nach nicht erkennbarem Kriterium tatsächlich auf Rang 7 geführt. Tatsache ist, dass SC Kreuzberg III und SV Mattnetz I ebenfalls 5 MP und 28 BP aufweisen. Über die Platzierung entscheiden dann die direkten Vergleiche. Hier liegt Mattnetz vor Weisse Dame (8. Platz) und Kreuzberg (9. Platz). Dies käme zum Tragen, sollten alle drei Mannschaften in der Schlussrunde gleiche Resultate erzielen (also wieder MP- und BP-gleich sein). Wahrscheinlicher ist natürlich ein gleiches Ergebnis von immerhin zwei der drei Mannschaften. Den direkten Vergleich mit Kreuzberg hat die DRITTE für sich entschieden. Wer mag, kann nun die möglichen Szenarien durchspielen ...

 



VIERTE: „Höchster Mannschaftssieg der Saison - doch der Schein trügt!“

Bericht von Vincent Kather

Dass die Motivation der Kreuzberger, die bereits letzte Woche ihren Aufstieg besiegelt haben, leicht geschwächt ist, ist verständlich, dennoch wäre es sportlicher gewesen trotzdem zu acht anzutreten. Stattdessen fehlten jedoch die letzten drei Bretter bereits von Anfang an und somit waren Robert, Martin und Tobias kampflos Sieger. Umso schöner das Robert und Martin bis zum Ende blieben und der Mannschaft bis zum Schluss zuschauten. 3:0

(Anm. d. Red.: Robert blieb nicht ausschließlich als unbeteiligter Zuschauer bis zum Ende vor Ort, sondern übernahm in seiner Eigenschaft als Nationaler Schiri die Leitung aller Mannschaftskämpfe. Er entlastete damit insbesondere die ansonsten dafür vorgesehenen Christian Greiser und Thorsten Groß, die sich nunmehr ungestört ihren Partien widmen konnten – und beide gewannen. Dank auch dafür an Robert!)

Ich spielte die ersten Züge noch leicht schlaftrunken und machte somit einen kleinen Eröffnungsfehler im Grünfeldinder, welcher kurze Zeit später mit einem Damenopfer meines Gegners zum Preis von 2 Leichtfiguren und SEHR viel Angriffsinitiative beantwortet wurde. Ich konnte mich unter Zeitdefizit und Stellungsdruck glücklicherweise jedoch Verteidigen und war in der Lage nach einiger Zeit in ein Endspiel mit Mehrqualität überzugehen. Nach Überschreitung der 40 Züge spielte ich etwas beruhigter, konnte etwas Druck aufbauen und letzten Endes durch eine Fesslung, die mein Gegner übersah, eine Figur und dadurch auch die Partie gewinnen. 4:0

Wenig später sah ich auf Arturs Brett die Grundstellung aufgebaut und erfuhr, dass er nach eigener Aussage einen Rechenfehler gemacht hatte, der eine Niederlage zur Folge hatte. 4:1 Willy spielte gewohnt kompliziert und hatte nach einigen wenigen passiven Zügen in der eigentlich aktiven Angriffsstellung leichte Probleme, den Raumvorteil seiner Gegnerin und seinen eigenen Entwicklungsnachteil zu überwinden. Er war jedoch in der Lage dies Stück für Stück zu überwinden und fand immer mehr in die Partie. In leicht besserer Stellung entschied er sich dann nach Angebot für ein Remis und besiegelte den von Anfang an zu erwarteden Mannschaftssieg. 4.5:1.5 Kurze Zeit später entschied sich auch Wiktor, von dessen Partie ich allerdings nicht viel mitbekam, für remis. 5:2

Blieb nur noch Josef, der nach viel Tauschen ein Endspiel mit Springer + 6 Bauern gegen Springer + 6 Bauern vor sich hatte. Da die Bauern schon sehr festgelegt waren, schien die Stellung eine große Remisbreite zu haben. Josefs Gegner war jedoch in der Lage seine Aktivität zu erhöhen und mit seinem Springer Josefs Bauern einen nach dem anderen zu fressen. Josef war in der Hinsicht leider nicht so schnell und sah sich somit am Ende mit b-Bauern auf der 6. Reihe gegen Dame spielen. Dieses Endspiel war er leider nicht in der Lage zu halten. 5:3

In Anbetracht dreier kampfloser Partien noch ein zufriedenstellendes Ergebnis für Kreuzberg, dennoch hätte man sich über einen richtiges Kräftemessen mit den scheinbar Stärksten der Staffel durchaus gefreut. Für die VIERTE waren spätestens letzte Runde auch alle Abstiegssorgen schon begraben und wir spielten somit diesen Mannschaftskampf nur noch für den Ehrgeiz. Trotz allem stehen wir nun mit 9 Punkten in der Staffel recht gut da, mal sehen was sich in der letzten Runde noch holen lässt.
 



FÜNFTE: Menschliche Faktoren ...
Bericht von Johannes Stöckel

Den Ausführungen des Gäste-Spielleiters zufolge dürfte eines der beiden frei gebliebenen Bretter auf das Konto einer durchgefeierten Nacht gehen; schade für Leon (Brett 5) und Heinz (Brett 6) die sich nun aufs Zuschauen verlegen mussten - und Punktegeschenke für den Klassenerhalt benötigten wir ja nicht mehr. Leon machte aus der Not (?) eine Tugend und versorgte seine Mannschaftskameraden mit Getränken aus der "Bar" von Mannschaftsleiter Norbert, was durchaus zur Hebung der Stimmung beitrug ... Norberts Bar? Ja, wir befanden uns nämlich im Ausweichspiellokal, dem Mensagebäude der Peter-Ustinov-Schule.

Björn (Brett 2) geriet aus der Eröffnung heraus unter Druck, behielt aber Überblick und Nerven, konnte sich schließlich befreien und lancierte dann  im richtigen Moment ein Remisangebot, das zur Punkteteilung führte: 2,5 : 0,5. Nerven und Überblick über seine Bedenkzeit (einmal las er die digitale Uhr wohl tatsächlich falsch ab) fehlten heute in den entscheidenden Momenten leider Jan. Er spielte nämlich zunächst eine begeisternde Opfer-Angriffspartie, ließ bei knapper Bedenkzeit und mit einem Turm weniger dann aber nach Ansicht der Analysten gleich mehrfach Gewinnzüge aus. Jans junger, dafür aber bemerkenswert unaufgeregter Gegner wirkte so, als täte er schlicht sein Bestes und verdiente sich damit am Ende einen halben Punkt: 3,0 : 1,0.

Guido (Brett 1) schätzte seine Stellung im fortgeschrittenen Mittelspiel als vorteilhaft für den Gegner ein, doch am Ende war (einmal mehr!) er es, der den vollen Punkt einfuhr. Damit fehlt Guido nur noch ein halber Punkt für den Titel des Saisonmeisters: 4,0 : 1,0.

Johannes' Gegner (Brett 3) umschiffte dessen Eröffnungsfallen und kam so in Vorteil. Nach einer von Johannes ungenau eingeleiteten Abwicklung hätte er dann einen in der gegebenen Stellung wichtigen, nicht ausreichend gedeckten Randbauern nehmen und so eine Gewinnstellung erreichen können. Johannes sah's (zu spät!) mit Schrecken, setzte dafür aber zur Kompensation eine heiter-zuversichtliche Miene auf. Und tatsächlich: Das Schlagen unterblieb! Stattdessen berechnete Johannes' junger Gegner eine in der Tat hübsche Variante mit Scheinopfer, die ihm ein vorteilhaftes Endspiel sichern sollte. Allein, es wäre beim Schönheitspreis geblieben, hätte Johannes die existente Widerlegung gefunden, tja, tat er nicht. Nach einem fehlerhaften Abtausch durch den Gegner hatte dann allerdings sogar Johannes das aussichtsreichere Endspiel. Doch statt die Möglichkeiten zu erkennen und den Gegner auf genaues Spiel zu prüfen bot er (unnötiger Weise, denn der Klassenerhalt war nun auch rechnerisch bereits sicher) angesichts des Spielstands und angesichts seines Zeitbudgets Remis. Ein "leistungsgerechtes" Ergebnis, denn einen Sieg hatte keiner von beiden verdient ... : 4,5 : 1,5.

Unentschieden endete im Endspiel auch Olivers Partie an Brett 7, während Porat an Brett 8 das Turmendspiel klar für sich entscheiden konnte. Am Ende also 6 : 2. Für den Moment befindet sich die FÜNFTE damit als Aufsteiger auf einem sagenhaften 3. Rang in der Tabelle.



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