"Neufassung der Turnierordnung"

Der Vorstand des Vereins hat auf seiner letzten Sitzung am 17. März 2016 eine Neufassung der Turnierordnung beschlossen.


Autor: Heinz Uhl


Die ab sofort gültige Fassung vom 17. März 2016 steht hier zum Download als PDF-Dokument bereit. Die jeweils aktuell gültige Fassung lässt sich zudem im Menü "Dies und Das" unter der Rubrik "Downloads" abrufen.
 
Die Änderungen der Neufassung resultieren in erster Linie aus den neu hinzu gekommenen Bestimmungen über die in diesem Jahr eingeführte Clubschnellschachmeisterschaft, die nach dem bereits bekannten Modus der Clubblitzschachmeisterschaft in einzelnen Wertungsturnieren ausgetragen wird, bei denen sich jeweils Punkte für die Gesamtwertung erringen lassen. Beruhte die Austragung des ersten von insgesamt vier Schnellschachturnieren in Ermangelung entsprechender Bestimmungen in der zuvor gültigen Fassung der Turnierordnung noch auf einer insoweit erforderlichen Ausnahmeregelung des Vorstands gemäß – sowohl nach der alten als auch neuen Fassung – § 2 Abs. 4 Satz 1 der Turnierordnung, so gehen die Regelungen zur Clubschnellschachmeisterschaft nun unmittelbar aus der Turnierordnung hervor.
 
Im Zusammenhang mit der Festlegung einer Bedenkzeit von zehn Minuten zuzüglich zehn Sekunden pro Zug je Spieler und Partie für die neu eingeführte Clubschnellschachmeisterschaft sind in der Neufassung die Bedenkzeiten an zentraler Stelle im Allgemeinen Teil geregelt worden. Es gibt nun jeweils eine Regelbedenkzeit für die Turnier-, Schnell- und Blitzschachpartien in den einzelnen Vereinsturnieren, sodass die für die Clubschnell- bzw. -blitzschachmeisterschaft maßgebliche Bedenkzeit auch bei den Stichkämpfen im Clubpokal Anwendung findet. Eine Ausnahme bildet allein die bei den einzelnen Paarungen im Otto-Christ-Pokal jeweils zunächst anzusetzende Turnierschachpartie, die weiterhin ohne Zusatzbedenkzeit nach dem 40. Zug gespielt wird, um die Austragung des im Falles eines Remis in unmittelbarem Anschluss an die Turnierschachpartie vorgesehenen Stichkampfes noch am selben Spielabend zu ermöglichen.
 
Den richtigen Riecher hatte bereits gegen Ende des letzten Jahres unser Clubspielleiter Sebastian Böhne mit seinem Vorstoß, in der diesjährigen Clubblitzschachmeisterschaft gemäß einer vor Turnierbeginn getroffenen Ausnahmeregelung nach § 2 Abs. 4 Satz 1 der Turnierordnung bei drei der insgesamt sechs Wertungsturniere versuchsweise mit einer Bedenkzeit von drei Minuten zuzüglich zwei Sekunden pro Zug je Spieler und Partie spielen zu lassen. Denn diese Bedenkzeitregelung wird, wie im Vorfeld des kürzlich abgehaltenen Verbandstages des Berliner Schachverbandes zu erfahren war, künftig auch bei dessen Blitzschachmeisterschaften (BBEM und BBMM) ebenso wie auf Norddeutscher (NBEM und NBMM) und Bundesebene (DBlitzEM, DBlitzEM-F, DBlitzD-Sen und DBlitzMM) zur Anwendung kommen.
 
Diesem Umstand Rechnung tragend ist einhergehend mit der zentralen Regelung der Bedenkzeiten im Allgemeinen Teil nunmehr auch bei der Weissen Dame die Blitzschachbedenkzeit generell von den klassischen fünf Minuten zuvor auf drei Minuten zuzüglich zwei Sekunden pro Zug je Spieler und Partie abgeändert worden. Denn im Sinne eines bestmöglichen Ergebnisses unserer Vereinsmitglieder sollen sich diese bei einer Teilnahme an den Blitzschachmeisterschaften des Berliner Schachverbandes oder gar der norddeutschen Landesverbände nicht auf eine gegenüber den Vereinsturnieren abweichende Bedenkzeitregelung einstellen müssen. Zumindest die laufende Clubblitzschachmeisterschaft wird allerdings noch wie ausgeschrieben im Wechsel mit der klassischen Blitzschachbedenkzeit zu Ende gespielt. Ob diese Ausnahmeregelung übergangsweise weiter zur Anwendung kommen wird, soll anhand von bis dahin erhaltener Rückmeldungen von Vereinsmitgliedern sowie gewonnener Erfahrungen zum Jahresende entschieden werden. 
 
Nachdem in diesem Jahr erstmals auch in sämtlichen Klassen der Clubmeisterschaft mit einer Zusatzbedenkzeit von 30 Sekunden pro Zug gespielt wird, gibt es dem allgemeinen Trend zu Bedenkzeitregelungen mit Inkrement hin folgend somit nun bei allen Partien in den Vereinsturnieren eine Zusatzbedenkzeit pro Zug.
 
Eine weitere Änderung der Turnierordnung betrifft die Qualifikationskriterien für die höchste Spielklasse (A-Klasse) in der Clubmeisterschaft: Künftig ist der in der höchsten Spielklasse der vorangegangenen Clubmeisterschaft Siebtplatzierte auch dann nicht mehr qualifiziert, wenn der Clubpokalsieger einen der ersten sechs Plätze in dieser Spielklasse belegt hat. Die derzeit laufende Clubmeisterschaft betrifft diese Änderung allerdings noch nicht, sodass der Siebtplatzierte der diesjährigen A-Klasse für die Clubmeisterschaft 2017 qualifiziert ist, wenn einer der sechs am Ende vor ihm platzierten Spieler den Turniersieg im Otto-Christ-Pokal erringen kann.
 
Hinsichtlich der von unserem Clubspielleiter in Anlehnung an in der BMM und OLNO geltenden Bestimmungen angeregten Reduzierung der Wartezeit von – in Übereinstimmung mit der Regelung beim Weisse-Dame-Open – derzeit noch 60 Minuten auf künftig 30 Minuten konnte sich innerhalb des Vorstandes keine einheitliche Auffassung herausbilden. Hierzu soll nun auf der kommenden Jahreshauptversammlung ein Meinungsbild der Vereinsmitglieder eingeholt werden.


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