"BMM 2015/16 - 9. Runde: Begräbnis erste(r) Klasse (3. Aktualisierung)"

Der Showdown in der Stadtliga A endete für die DRITTE mit einem Desaster und die ZWEITE kam beim Schaulaufen in Oberschöneweide gehörig ins Stolpern. In der Fremde gewinnen konnte heute nur die VIERTE. Die Berichte der ZWEITEN, DRITTEN, VIERTEN und FÜNFTEN liegen inzwischen vor.


Autor: Ralf Mohrmann / Vincent Kather / Johannes Stöckel / Torsten Meyer / Norbert Bartoszek


Für wenig Begeisterung dürfte der Saisonabschluss auch beim Kassierer sorgen: Mit 5 unbesetzten Brettern ausgerechnet in der letzten Runde wurde die bis dato ordentliche Bilanz in dieser Kategorie noch ziemlich verhagelt.

Zum Titel des Saisonmeisters gratulieren wir an dieser Stelle schon einmal Guido Feldmann, der mit 7 Punkten aus 9 Partien dank höherer Platzierung (Brett 2) im Vergleich mit Manfred Lenhardt (ebenfalls 7/9, Brett 4) die Nase vorn hat. Ein herausragendes Ergebnis erzielt und damit wesentlichen Anteil am Aufstieg der ZWEITEN hat auch Ralf Mohrmann (6,5/7). Hätte er nicht die ersten beiden Runden pausieren müssen, wer weiß ...



Die ZWEITE konnte heute die Hypothek von zwei nicht bzw. nicht rechtzeitig besetzten Brettern nicht begleichen und beendet die Saison mit ihrer einzigen Niederlage. Der Aufstieg in die Landesliga stand allerdings schon vor der Runde sicher fest.

Der DRITTEN reichte ein Unentschieden tragischer Weise nicht zum Klassenerhalt. mannschafts- und brettpunktgleich mit SV Mattnetz Berlin I findet man sich wegen der (denkbar knappen) Niederlage im direkten Vergleich auf dem 9. Rang und nächste Saison in den "Niederungen" der Stadtklasse(n) wieder - und das nach dem grandiosen Aufstieg in der Vorsaison.

Die VIERTE beendet die Saison nach einem knappen Erfolg auf einem noch vor Kurzem sicher kaum für möglich gehaltenen, guten 4. Platz. Den Schlusspunkt setzte hier der erstmals in dieser Saison als Ersatz in der VIERTEN angetretene Spielleiter (Johannes Stöckel) mit einem Erfolg gegen die frisch gebackene Berliner Frauenmeisterin 2016, Cecilia Lange.

Die FÜNFTE erreicht am Ende als Aufsteiger einen beinahe sensationell zu nennenden 3. Tabellenplatz. Bemerkenswerter Weise musste die Mannschaft dafür in der letzten Runde nicht einmal "erfolgsorientiert" aufgestellt werden. Dafür gelang u.a. Thomas Wawrzinek der erste volle Punkt in dieser Saison.

Die SECHSTE läutete ihre dritte Niederlage in Folge wie die ZWEITE mit zwei kampflosen Niederlagen ein. Erfreulicher Weise hatte man die für den Klassenerhalt erforderlichen Punkte bereits vorher in entscheidenden Mannschaftskämpfen gesammelt.

Die SIEBTE erreichte ihr Minimalziel "vollständig antreten" in dieser Saison nicht. Das lag allerdings in erster Linie am hohen Ersatzspielerbedarf der SECHSTEN. Eine Punkteteilung in der letzten Runde bedeutet am Ende einen optisch durchaus ansprechenden 7. Platz in der Tabelle.



Schlussbilanz nach der 9. Runde
                         
  9. Spieltag     Platz MP Brettpunkte
WeDa 2 3,0 : 5,0   TSG Oberschöneweide II  1. 15 : 3 44,0 / 72
WeDa 3 4,0 : 4,0   SK Zehlendorf II 9. 6 : 12 32,0 / 72
WeDa 4 4,5 : 3,5   TSG Oberschöneweide III 4. 11 : 7 36,0 / 72
WeDa 5 4,0 : 4,0   SV Königsjäger Süd-West II 3. 10 : 8 39,0 / 72
WeDa 6 2,0 : 6,0   TSG Oberschöneweide IV 7. 6 : 10 24,5 / 64
WeDa 7 3,0 : 3,0   SK Tempelhof IV
7. 5 : 11 18,0 / 48
BP 20,5 : 25,5      gesamt:       193,5 / 400
MP 5,0 : 7,0      gesamt: 53 : 51      
 
 
 




ZWEITE: Zum Saisonende erste Niederlage gegen Oberschöneweide II

Bericht von Ralf Mohrmann

Das letzte Saisonspiel, in dem es um nichts mehr ging, führte uns zur TSG Oberschöneweide II. Dort spielten wir als Highlight unseres Spieltages, in einem schönen Raum, mit wunderbarem Blick auf die Spree.

Leider mussten wir diesmal den Kampf zu sechst aufnehmen, da wir 2 kurzfristige, unerwartete Ausfälle zu beklagen hatten: 0:2. Zum Glück hatte auch unser Gegner nicht seine stärkste Mannschaft aufgeboten, so dass wir uns noch gute Chancen auf einen Sieg ausrechneten.

Bedingt durch den frühen Rückstand, hatten die verbliebenen Spieler einen höheren Gewinndruck. Das schien aber zunächst kein Problem zu sein. In meiner eigenen Partie war ich auch durch passives Spiel meines Gegners schnell in Vorteil gekommen. Ich gewann erst einen Bauern, dann eine Qualität und später die Partie. Nicht über ein Remis kam Stefan hinaus, der an Brett 5 zwar leichte Vorteile in der Eröffnung erzielen konnte. Beim Übergang ins Endspiel reichte aber dieser leichte Vorteil gegen einen sehr genau spielenden Gegner nicht aus, Stand: 1,5:2,5.

Unser Vorsitzender Thorsten spielte am 2. Brett und mühte sich redlich einen Vorteil zu erzielen. Doch die Stellung war schließlich so, dass er einer Zugwiederholung nicht ausweichen konnte und ins Remis einwilligte. Kay spielte am Spitzenbrett sein erstes Saisonspiel für uns und enttäuschte uns nicht. Bereits aus der Eröffnung heraus, hatte er deutliche Vorteile erzielt. Diesen Vorteil konnte er souverän realisieren. Damit hatten wir zum 3:3 ausgeglichen.

Wolfram spielte an Brett 8 eine sehr offensiv vorgetragene Königsindische Partie und hatte im Mittelspiel auch leichte Vorteile. Bei der Abwicklung kam er in ein Endspiel wo zwei vorgerückte Freibauern seines Gegners von seinem Turm nicht mehr aufgehalten werden konnten. Damit musste Peter seine Partie auf Gewinn spielen um wenigstens noch einen Mannschaftspunkt zu retten. Peter spielte sein Endspiel sehr geduldig und clever und konnte sich auch gute Chancen erarbeiten. In einem Zug entging ihm dabei einen Gewinnmöglichkeit. Anschließend wurde die Stellung wieder unklar und Peter überschritt seine Zeit in der Annahme noch eine zusätzliche halbe Stunde Bonus zu haben, Endstand: 3:5.

Trotz der ersten Niederlage am letzten Spieltag kann insgesamt eine sehr positive Bilanz der Saison gezogen werden. Aufstieg in die Landesliga und eine überzeugende Mannschaftsleistung sprechen für sich. Ich möchte mich bei allen Spielern der 2. Mannschaft und bei den Ersatzspielen aus der 3. Mannschaft für den starken Auftritt und den sehr guten Teamgeist bedanken. 


TSG Oberschöneweide 2

SC Weisse Dame 2

5,0 : 3,0

204

Jörg Lorenz

1985

201

Kay Hansen

2119

0:1

205

Matthias Hahlbohm

1967

203

Thorsten Groß

2075

½:½

206

Julian Westphal

1877

204

Peter Becker

2075

1:0

210

Uwe Bittorf

1944

205

Martin Kaiser

2053

+:-

211

Dirk Herrmann

1847

206

Stefan Prange

2062

½:½

303

Lutz Rösner

1741

207

Ralf Mohrmann

2034

0:1

305

Lothar Oettel

1828

209

Lukas Jan Wuttke

1865

+:-

310

Kai-Uwe Melchert

1727

210

Wolfram Steiner

1879

1:0

 



Die DRITTE tritt nunmehr die Flucht nach vorne an und veröffentlicht als erste ihren Bericht: Dass sich die Mannschaft quasi permanent im "post-mortem"-Stadium befand, dass ein Mitglied des Vorstandes über seherische Fähigkeiten verfügt, dass ein non-playing Captain die Wurzel allen Übels ist, dass ein Spieler der DRITTEN über eine bislang unbekannte Geheimwaffe, die sogenannte "TATktikKEULE" verfügt, was allerdings um Haaresbreite weder der DRITTEN zum Klassenerhalt noch diesem Spieler (Magic Manni?) zum Titel des Saisonmeisters reichte, und dass die DRITTE selbstverständlich wieder auferstehen wird - all dies und mehr ist der überaus lebendigen und engagierten Schilderung (auch "Dramolet" genannt) ihres Mannschaftsleiters zu entnehmen ...

DRITTE:
Commandante Cord behielt Recht – der Vorhang fiel

Bericht von Torsten Meyer

Hatte der 2. Vorsitzende schon beim Post-Mortem der DRITTEN nach der 8. Runde verkündet, Mannschaften mit non-playing Captains steigen ab, tat die DRITTE heute alles, ihm, schlussendlich erfolglos, zu widersprechen. Erste Schlussfolgerung des Tages: Der Mann weiß, worüber er philosophiert!

Zerlegen wir den Mannschaftskampf, nicht die Mannschaft wohlgemerkt, in drei Teile, so ergibt sich dann folgendes, kleines Dramolet:

1. Akt - Souveräne Eröffnung

Bereits nach einer halben Stunde durften wir auf dem Berichtsbogen gegen Zehlendorf II, das ebenfalls stark abstiegsgefährdet war, den ersten vollen Punkt notieren, hatte es doch Heinz' Gegner an Brett 3 vorgezogen, den Sonntag anderweitig zu verbringen. 

2. Akt - Durchwachsene Mittelspielbehandlung

Das begann ja gut für uns, dann passierte erstmal bis kurz vor der Zeitkontrolle ergebnismäßig wenig, sieht man von Christians, wieder mit einer Carte Blanche gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner ausgestattet, starkem Remis an Brett 7 ab. Post Mortem wurde zwar, wie es sich gehört, heftigst diskutiert, ob sein Gegner nicht hätte, können, sollen stärker hier und da fortsetzen, alles rein spekulativ, tat er es doch nicht, so dass sich Christians Partieanlage, alles vom Brett nehmen, als punktrichtig erwies. Lief also eigentlich nicht so schlecht für uns, und wir durften wieder hoffen, während bei Zehlendorf die Laune nicht rosig schien. Dies änderte sich ein bisschen mit der Niederlage von Christoph, der als „Edeljoker“ an Brett 2 agierte. Die Partie verlief ab dem späten Mittelspiel chaotisch, doch dadurch, dass sein Gegner starke Züge fand, leider am Ende ungut für Christoph und die DRITTE. Diese Schlappe wetzte Manfred aus, der heute nicht erst nach 60 Zügen gewinnen wollte, sondern schon früh die "Tatktikkeule" auspackte, 2 Bauern einheimste und dann seinen d-Bauern einfach bis d2 schob und den ersten herausgespielten Sieg der DRITTEN am heutigen Sonntag einfuhr. Doch hielt unsere Führung nicht lange, da Thommy irgendwann den Faden verlor, ihn leider auch nicht wiederfand und am Ende auch alle Tricks von seinem Gegner pariert wurden. Um die Zeitkontrolle stand es somit 2,5:2,5 und wir wussten, dass Kreuzberg bereits 4,5 Punkte gesammelt hatte, was nun auf Zehlendorf und die DRITTE den Druck und die Spannung erhöhte.

3. Akt - Und dann kam Jogi

Bei noch drei laufenden Partien erschien Jogi, der seitens des MaFü freudigst mit „Der Drops ist gelutscht“ begrüßt wurde und seinerseits zum Konter „Ich bringe uns kein Glück“ ansetzte. Nein, der Drops war echt gelutscht, was dann aber in den drei Partien  geschah ...
Gerd, der als Erster der drei noch agierenden Musketiere den Punkt teilte, hatte früh einen Bauern gegeben, diesen mit Zinsen zurückerobert, dann leisteten er und sein Gegner sich einige kleinere Schwächeperioden, Gerds Mehrbauer ging wieder verlustig, aber nach der Zeitkontrolle fand Gerd dann wieder in die Partie zurück, opferte seinen Springer für vier Bauern, erhielt ein Endspiel mit Turm und 4 Bauern gegen Turm und Springer. Das musste gewonnen sein, nur leider verlor auch Gerd den Faden und musste die Partie zerknirscht ins Remis abwickeln. Ganz, ganz arg erwischte es Thomas an Brett 1, der eine super starke Partie ablieferte, bereits ab ca. dem 15. Zug deutlich besser stand, seine Vorteile weiter verdichtete und als er dann ein gewonnenes Doppelturmendspiel auf dem Brett hatte, auf den allerletzten Trick seines Gegners reinfiel. Das war mehr als nur unglücklich. Damit war der Drops gelutscht, aber für Zehlendorf, denen ein 4:4 mehr nutzen würde als uns, da Mirza in leicht verdächtiger Stellung nur noch vom Inkrement lebte, wurde hier das Remisangebot angenommen, nach dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“, denn es war zu diesem Zeitpunkt noch unklar, wie Mattnetz spielen würde, nämlich, wie die DRITTE auch 4:4, was Mattnetz half, uns dagegen nicht.

Zerknirscht war während der Post-Mortem-Analyse die komplette DRITTE, doch zugleich wurde dann auch schon vom Favoritenstatus in der 1. Klasse geredet, Niederlagen und Abstiege schmerzen, aber der Blick in die nächste Saison stimmt schon ein bisschen euphorisch. Wir haben gelernt, nie mit non-playing Captain antreten, das werden wir in Zukunft berücksichtigen.

Fotobericht bei Zehlendorf    Jubelarie bei Mattnetz




VIERTE: Saisonende - Auswärtssieg gegen Oberschöneweide

von Vincent Kather

In guter Besetzung begannen wir pünktlich mit dem Mannschaftskampf. Nach ca. 2 Stunden entschied sich Artur als Erster in Endspielstellung mit Mehrqualität aber 2 Wenigerbauern remis zu machen. Wenig später entschied sich auch Josef für Remis, der bei gleicher Materialverteilung im Endspiel auch ein gutes Spiel geliefert hat: 1:1.

Nachdem mein Angriff bereits im Keim gescheitert war, war ich nicht in der Lage die Stellung zu  halten und gab auf. Willy konnte allerdings dafür wenig später den vollen Punkt ergattern: 2:2.

Wie üblich war Wiktor wieder in Zeitnot geraten, diesmal allerdings in schlechterer Stellung mit dem Resultat, dass sein Gegner wenig später gewann. Gerd hatte in der zwischenzeit ein Endspiel mit jeweils 2 Bauern + Turm. Nachdem sich die Bauern tauschten, war Remis jedoch das einzig mögliche Ergebnis:
3,5 : 2,5.

Zwei Partien waren noch offen und glücklicherweise waren unsere beiden Spieler heute in starker Form. Sowohl Martin wie auch Joahnnes gewannen ihre Partien und machten somit den Sieg perfekt: 3,5 : 4,5.

Eine gute Abschlussleistung der VIERTEN, so gut sogar, das wir es letzten Endes geschafft haben, trotz Sorgen um den Klassenerhalt, den 4. Platz zu belegen.

Danke für eine gute Saison!



FÜNFTE: Starke Saison endet mit leistungsgerechtem 4:4

von Norbert Bartoszek

Mit einer gegenüber den vorherigen Runden stark veränderten Mannschaft (Feldmann, Steinborn, Lüning, Otterson, Jacobson, Wawrzinek, Bartoszek und Radke) erspielten wir in der 9. und letzten Runde gegen Königsjäger Süd-West II ein leistungsgerechtes Unentschieden. Insgesamt waren alle mit dem Ergebnis zufrieden.

Anschließend war die komplette Mannschaft (!) noch im Blockhouse Steak essen. Ein wirklich schöner Abschluss einer mehr als guten Saison. Der erreichte 3. Tabellenplatz als Aufsteiger zeigt dies zur Genüge. Guido Feldmann am Spitzenbrett holte mit 7,0/9 Punkten das herausragende Ergebnis, aber auch Guido Weyers mit 4,0/5 und Porat Jacobson mit 4,5/6 holten viele wichtige Punkte.

Der Mannschaftsleiter bedankt sich bei allen Spielern für ihren Einsatz!





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