"Westpokal 2016, 1. Runde: Hinten hui, vorne pfui"

Details zum Wettkampf in entspannter, klimatisch allerdings schwül-warmer Atmosphäre liefert der nachstehende Bericht.


Autor: Manfred Lenhardt (Bericht) / Johannes Stöckel


Die Aufstellung sah uns an den vorderen und mittleren Brettern im Vorteil, während beide Mannschaften an den hinteren Brettern etwa gleich stark aufgestellt waren. Beim DWZ-Schnitt lagen wir mit 1768 gegen 1607 vorn. Theoretisch hätten wir mit 7:3 gewinnen müssen, doch "grau ist alle Theorie".


SC Weisse Dame – BSG Eckbauer

Martin Kaiser (2048)

½ : ½

Jörg Lohmar (1931)

Ralf Mohrmann (2045)

0 : 1

Gregor Strick (1770)

Martin Sechting (2005)

0 : 1

Thomas Victor (1931)

Cord Wischhöfer (2044)

+ : –

Martin Kersten (1590)

Mirza Hasic (1950)

1 : 0

Adolf Kesslau (1622)

Thomas Kögler (1839)

½ : ½

Dr. Claus Derz (1741)

Johannes Stöckel (1671)

1 : 0

Horst-Dieter Adam (1349)

Joachim Glass (1444)

1 : 0

Hanna Adam (1402)

Norbert Bartoszek (1440)

0 : 1

Peter Heß (1495)

Wolfgang Geist (1190)

1 : 0

Kurt Meinicke (1238)

 

6 : 4

 

 

Nach dem kampflosen Gewinn von Cord, gab es nach etwa zwei Stunden die ersten Entscheidungen: Norbert hatte sich gut aufgebaut, verfolgte aber den falschen Plan und unterlag im Mattangriff. Joachim hatte seiner Gegnerin den a-Bauern abgeluchst und konnte seinerseits seinen a-Bauern durchbringen. Auch Wolfgang konnte seine Partie gewinnen. Mit einem Läuferspieß gewann er eine Qualität, öffnete danach Linien für seine Türme und verwertete sicher seinen Materialvorteil.

Als nächstes endete die Partie von Martin K. an Brett 1 mit einem Unentschieden. Er hatte viel versucht, aber die Stellung war bis ins Endspiel ausgeglichen. Dann konnte Eckbauer zum 3:3 ausgleichen. Martin S. an Brett 3 war gut aus der Eröffnung gekommen, ließ sich dann aber von einem Figurenopfer blenden. Sein Gegner konnte die Drohungen abwehren und letztlich einen Freibauern durchbringen.


Johannes
sorgte für die Vorentscheidung. Er hatte die Qualität gewonnen, aber nur noch wenig Bedenkzeit. Cool konterte er dennoch am Damenflügel und drang mit seinen Türmen entscheidend ein. Bei Thomas ging es (typisch) hin und her und die Zuschauer durchliefen ein Wechselbad der Gefühle. Nach beidseitigen Qualitätsverlusten endete die Partie schließlich friedlich mit einem Remis.

Danach war der Mannschaftserfolg abzusehen. Bei Mirza stand es lange ausgeglichen. Er erkannte dann das schwache Feld d4 im weißen Lager und beorderte seinen Springer dorthin. Der Druck auf den Bauern e4 führte dann zu dessen Verlust und wenig später gewann Mirza eine Qualität. Fast schon tragisch wendete sich bei Ralf das Blatt, nachdem er lange die Partie am Damenflügel dominiert hatte. Bei knapper Zeit ließ er die Stellungsöffnung am Königsflügel zu. Dies kam letztlich seinem Gegner zu Gute, der sich dadurch mehr Bewegungsfreiheit verschaffte und nach Turmtausch mit seinem König eindringen konnte.


So kam es zum
Endstand von 6:4. Immerhin ein Fortschritt nach der Niederlage im letzten Jahr.

 




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