"Westpokal 2016: Klarer Sieg gegen Siemensstadt (aktualisiert: Bericht/Fotos)"

Keine Probleme in der 2. Runde des Westpokals, wie Comandante Cord berichtet. Die Fotos stammen von Joachim Lißner.


Autor: Joachim Lißner / Comandante Cord


Westpokal 2016, 2. Runde: Klare Sache, DWZ setzt sich durch



Quelle Fotos: Joachim Lißner
 


Am Freitag 29. Juli 2016 war die Weisse Dame in den neuen großen Räumen der SF Siemensstadt in der zweiten Runde des Westpokals zu Besuch. Kurz nach 19:00 Uhr waren alle Spieler vor Ort.

 


Quelle Fotos: Joachim Lißner


Nach einer freundlichen Begrüßung durch den Schachfreund Schilly ging es los. Der Vereinsphilosophie von Siemens folgend, wurden eine ganze Reihe aufstrebender Jugendlicher eingesetzt, was zu unkonventionellen Partien führte. Zum Glück musste bei diesem Kampf nicht wie in der Vorwoche bei Hertha – Siemens eine Reduktion der Bretteranzahl durchgeführt werden. Beide Vereine hatten ihre zehn Spieler trotz Sommerzeit und Schulferien vollbekommen, was beiden Vereinen nicht ganz einfach gefallen war.

Die Spieler des SC Weisse Dame waren bis auf die Bretter 8 und 10 deutliche DWZ-Favoriten, Und in der Tat setzte sich an allen Brettern des Kampfes am Ende der deutlich DWZ-stärkere Spieler durch, was zu einem 8:1 für Weisse Dame führte. Nur an Brett 10 waren die Spieler fast gleich stark und dort verzeichneten wir dann auch das einzige Unentschieden des Kampfes. Endstand 8,5 zu 1,5.

Zu den einzelnen Partien:

Manfred Lenhardt gelang es in einer interessanten Position gegen seinen Gegner im Mittelspiel in Vorteil zu gelangen und den ganzen Punkt einzufahren. Ingo Abraham hatte die längste Partie des Tages gegen Thomas Binder zu spielen, der sich in einer materiell vereinfachten Position lange gegen Ingos D-Freibauern wehren musste. Am Ende, als beide Spieler nur noch von den 30 Sekunden Inkrement lebten, setzte sich Ingos inzwischen errungener Materialvorteil durch und Thomas gab seinen bis dahin sehr zähen Widerstand angesichts drohenden Figurenverlusts dann doch auf. An Brett 3 hatte Mirza Hasics Gegner in der Grünfeldartigen Eröffnung einen Zentralbauern erobert, war aber dafür in großen Entwicklungsrückstand geraten und wurde danach von Mirza überspielt. Ich selbst hatte auf der schwarzen Seite eines Abgelehnten Damengambits Entwicklungsvorsprung und positionellen Vorteil, was nach einer gelungenen Vorteilstransformation letztlich zu einem gewonnenen Doppelturmendspiel mit zwei schwarzen bauernfressenden Türmen auf der zweiten Reihe führte. Josef Gelmans Partie war gekennzeichnet durch seinen positionellen Bauernsturm am Damenflügel und die nicht mit gleicher Konsequenz verfolgten Angriffsbemühungen seines Gegners am Königsflügel. Das logische Ergebnis der sauber gespielten Partie war Josefs Sieg. Thomas Kögler und Jörg Francke an den Brettern sechs und sieben besiegten ihre Gegner ohne in Gefahr zu geraten souverän. An Brett acht wurde Joachim Lißner von Lars Vollbrecht in einer Preußischen Partie überspielt und kassierte unsere einzige Niederlage. Martin Döring besiegte seinen sehr jungen Gegner in einer Slawisch-Grünfeldartigen Partie durch konsequentes Einsammeln gegnerischen Materials. Einzig Wolfgang Geist und sein gleich starker Gegner spielten leistungsgerecht remis.

Nach dem Ende des Freundschaftskampfes gegen unsere Siemensstädter Schachfreunde begab sich eine Delegation von sechs Weisse Dame-Spielern dann noch zum Vereinsheim in der Herbartstraße, wo ein versprengtes Grüppchen von Vereinsmitgliedern unter der Leitung von Heinz Lüning und Manfred Schreiber mit eisernem Durchhaltewillen auf die Erfolgs-Meldung aus Siemensstadt wartete. Soviel Vereinstreue wurde mit Lokalrunden durch die siegreichen Spieler belohnt, so dass das obligatorische Absingen der Vereinshymne zu später Stunde einen stillen Sommerspielabend des SC Weisse Dame musikalisch ausklingen ließ.

Vor dem letzten Spieltag des Westpokals liegt die Weisse Dame mit zwei Mannschaftssiegen an der Spitze der Tabelle, da Eckbauer und Hertha sich 5:5 unentschieden trennten. Ein Mannschaftsremis in der dritten Runde gegen Hertha würde also ausreichen, um den Pott in den Händen des Mannschaftsführers Manfred Lenhardt wieder mit nach Hause zu nehmen. Aber gegen unseren letzten Gegner Hertha06 wird das nicht einfach. Wir erwarten also eine spannende Schlussrunde, die dieses Jahr zentral mit beiden Begegnungen am kommenden Freitag (5. August 2016, ab 19:00 Uhr) bei Siemensstadt stattfindet. Für die Ausrichtung danken wir den Siemensianern schon im Voraus.

Cord Wischhöfer

 


NEWS vom 30.07.2016/NN

Hier zunächst die Einzelergebnisse, ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.

 

SF Siemensstadt – SC Weisse Dame

Tim Rettig (1590)

0 : 1

Manfred Lenhardt (2138)

Thomas Binder (1667)

0 : 1

Dr. Ingo Abraham (2116)

Florian Suhre (1757)

0 : 1

Mirza Hasic (1950)

Brian Heinze (1647)

0 : 1

Cord Wischhöfer (2044)

Leif Arndt (1622)

0 : 1

Josef Gelman (1728)

Hans-Joachim Schilly (1629)

0 : 1

Thomas Kögler (1839)

Sven Blösl (1459)

0 : 1

Jörg Francke (1778)

Lars Vollbrecht (1895)

1 : 0

Joachim Lißner (1671)

Truc Lam Tran (1272)

0 : 1

Martin Döring (1670)

Serkan Pelvan (1203)

½ : ½

Wolfgang Geist (1190)

 

1½ : 8½

 



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