"16. Spreewaldpokal - oder: Hol das Gurkenfass! (aktualisiert)"

Vor sieben Jahren schickte die WEISSE DAME gleich zwei Mannschaften ins Rennen, um den Gurkenvorrat für die Weihnachtsfeier 2008 erfolgreich zu sichern. In diesem Jahr reichte eine Gurkentruppe, um das ersehnte Ziel zu schaffen.


Autor: Fotoreporter Christian Greiser



vlnr: Franko Mahn (Brett 2 - 4,5/9), Christian Greiser (Brett 4 - 6/9), Kai-Gerrit Venske (Brett 1 - 4/9), Ingo Abraham (Brett 3 - 7/9)
 


16. Spreewaldpokal: „Ende gut – alles gut!“


Die Anreise der diesjährigen WeDa-Gurkentruppe – bestehend aus Kai-Gerrit Venske, Franko Mahn, Ingo Abraham und dem Berichterstatter Christian Greiser – begann um 8:15 Uhr am vereinbarten Treffpunkt Bahnhof Berlin-Südkreuz. Von dort aus ging es mit dem Auto auf die A10. Die Fahrzeit von einer guten Dreiviertelstunde wurde genutzt, um sich bezüglich der letzten Entwicklungen bei der WEISSEN DAME gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen und die Mannschaftsaufstellung für das bevorstehende 15-Minuten-Schnellschachturnier festzulegen. Dabei versuchte ein müder, abgekämpfter Kai-Gerrit – unter durchaus berechtigtem Hinweis auf seine langwährende Erstrundenpartie des WeDa-Opens vom Vorabend – tapfer Brett 1 abzugeben; letztlich aber erfolglos, denn so ein Clubmeistertitel zieht eben auch gewisse Verpflichtungen nach sich.

Als wir pünktlich am Spielort im Luckauer Ortsteil Duben eintrafen, wurden erst einmal viele alte Bekannte und Freunde begrüßt, darunter auch der mittlerweile für Fürstenwalde antretende WeDa-Ex-Clubmeister von 1991 Wilfried „Willi“ Stiemerling. Kai-Gerrit schlug in Anbetracht der versammelten Oberliga-Prominenz zaghaft vor auf die Schnelle vielleicht doch noch Achim oder Hendrik zu aktivieren („Am Besten alle beide!“); aber dafür war es jetzt definitiv zu spät.

Aus schachlicher Sicht lässt sich unser Auftritt beim 16. Spreewaldpokal in zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten einteilen. Vor der Mittagspause lief es mit 3:1 Mannschaftssiegen sehr gut, wobei die knappe 1,5:2,5-Niederlage gegen den späteren Zweitplatzierten König Tegel aller Ehren Wert war.

Nach der Mittagspause gab es gleich zu Beginn eine überflüssige 1:3-Niederlage gegen Hoyerswerda, gefolgt vom absoluten Turniertiefpunkt: eine unterirdische 1:3-Klatsche gegen die SG Weißensee 49. Zu den unrühmlichen Missklängen in diesem Match gehörte die Niederlage des Berichterstatters, der trotz eines berechtigten und deutlichen Hinweises an seinen ihm namentlich unbekannten Gegner zur „Berührt-geführt-Regel“ weiter spielte und dafür bestraft wurde.

Spätestens zu diesem niederschmetternden Zeitpunkt waren alle Hoffnungen auf das 10-Liter Gurkenfass die Spree hinuntergefahren, wobei uns die letzten drei Runden immerhin noch zwei Siege bei einer weiteren Niederlage bescherten. Mit 10:8 Mannschaftspunkten wähnten wir uns in der Senfgurkenglas-Abteilung und waren umso überraschter, dass wir als Sechster tatsächlich noch zu Fass-Stärke aufgelaufen waren. Die kommende Weihnachtsfeier wird also um ein kulinarisches Highlight reicher sein!

 

vlnr: Kai-Gerrit, Franko, Ingo fährt beim Stand von 3:0 gerade den letzten Punkt ein, Christian

 

 Siegerfotos: Fürstenwalde (1. Platz) - im karierten Hemd: Organisator Horst Schinagl und König Tegel (2. Platz)


Dieser Bericht darf nicht enden ohne dem rührigen Organisationsteam um Horst Schinagl das höchst angemessene Lob für die tadellose Ausrichtung ihres Traditionsturniers auszusprechen. Weiter so!


Geheimrezepte:

Ob es solche für die Eroberung von Gurkenfässern überhaupt gibt, ist nicht bekannt, aber der mitspielende Berichterstatter wird auch in Zukunft sein mittlerweile leicht verwaschenes blaues Hemd als Talisman in Ehren halten.

Als potentielles Geheimrezept ist jedenfalls der leckere Pflaumenkuchen von Birgit einzustufen, den Kai-Gerrit in vorbildlicher Weise mit seinen Mitstreitern geteilt hat. Mehr davon!

 

 


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