"BMM 2015/16 - 4. Runde: Mittelmaß (2. Aktualisierung)"

Ein Blick auf die Platzierungen nach der 4. Runde zeigt es deutlich: die WEISSE DAME ist im Mittelmaß angekommen - mit einer Ausnahme. Drei Berichte liegen nunmehr vor.


Autor: Thorsten Groß / Ralf Mohrmann / Manfred Lenhardt / Norbert Bartoszek


Fast alle Mannschaften stehen nach der 4. Runde auf Platz 5 oder 6 - also in der Mitte der 10er Staffeln. Wenn da nicht die ERSTE in der Oberliga wäre, könnte man von einer Saison ohne ernsthafte Abstiegssorgen sprechen.

 

Zwischenbilanz nach der 4. Runde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Spieltag

 

 

Platz

MP

Brettpunkte

  SC Rochade

1,5

:

5,5

 

WeDa 2

1.

7

:

1

21,5

/

32

  Hertha/Eckbauer

4,5

:

3,5

 

WeDa 3

5.

4

:

4

16,0

/

32

  SK Tempelhof

4,5

:

3,5

 

WeDa 4

6.

4

:

4

15,0

/

32

  Lasker Steglitz 2

3,0

:

5,0

 

WeDa 5

6.

4

:

4

16,0

/

32

  Schachunion

6,5

:

1,5

 

WeDa 6

5.

4

:

4

13,5

/

32

Zitadelle Spandau 5

3,0

:

3,0

 

WeDa 7

6.

3

:

5

10,0

/

24

BP

23,0

:

22,0

 

 

 gesamt:

 

 

 

92,0

/

184

MP

7

:

5

 

 

 gesamt:

26

:

22

 

 

 

 

Ohne Mühe konnte die ZWEITE gewinnen, die weiterhin auf Platz 1 bleibt. Das kuriose Ergebnis entstand dadurch, dass beide Mannschaften Brett 2 freilassen mussten, das daher -:- gewertet wurde.

Die DRITTE konnte ärgerlicherweise im Charlottenburger Duell eine frühzeitige Führung nicht über die Zeit retten und verlor knapp.

Krankheitsbedingt stark ersatzgeschwächt spielte die VIERTE gegen den Favoriten lange gut mit und verpasste eine mögliche Überraschung nur knapp.

Mit einem sicheren Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer konnte die FÜNFTE einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Eine hohe Niederlage gegen einen (zu) starken Gegner musste heute die SECHSTE einstecken. Der Abstand zu den Abstiegsrängen bleibt trotzdem beruhigend groß.

Die SIEBTE erreichte nach einem spannenden Mannschaftskampf ein 3:3-Unentschieden.




ZWEITE:
Souveräner 5,5:1,5-Sieg gegen SC Rochade


von MF Ralf Mohrmann

Am vergangenen Sonntag spielten wir gegen den SC Rochade, was uns nach Hohenschönhausen führte und wohl die längste Anfahrt in dieser Saison bedeutete. Leider mussten wir mit sieben Spielern antreten, da Wolfram von einer hartnäckigen Erkältung heimgesucht wurde.

Die Partien entwickelten sich von Anfang an tendenziell positiv für uns. Auch unser Gegner hatte an Brett 2 - genau wie wir - einen Ausfall zu verzeichnen, so dass diese Partie kampflos (-:-) ausging. An den meisten Brettern standen wir schon in der ersten Stunde positionell überlegen. Den ersten Erfolg konnte Martin an Brett 3 verbuchen. Er hatte in einer sehr offensiven Partie schnell Druck entwickelt und seinen Gegner in schwerwiegende Probleme verwickelt. Auch Lukas spielte an Brett 6 sehr überzeugend und konnte früh das Läuferpaar und Raumvorteil erringen. In der Folge forcierte er den Angriff und konnte dann eine Figur und später das Spiel gewinnen. 2:0   

Stefan spielte an Brett 4 eine solide Partie, die zunächst relativ ruhig verlief. Später unternahm Stefan einige Versuch auf Gewinn zu spielen. Sein Gegner kam ihm dabei etwas zur Hilfe und stellte seine Dame ins Abseits. Als diese gefangen wurde, erzielten wir den dritten Punkt. Die nächste Entscheidung fiel am 8. Brett. Jörg hatte im Mittelspiel einen Bauern eingebüßt, konnte sich aber in eine fast ausgeglichene Stellung zurückkämpfen. Einige ungenaue Züge von ihm führten aber dann seinen Gegner auf die Siegerstraße. 3:1

Unser Vorsitzender und Brett 1 Thorsten hatte in einer Skandinavischen Eröffnung von Beginn an eine leicht bessere Stellung. Im Mittelspiel verpasste er dann die Chance klaren Vorteil zu erringen. So musste er noch ein längeres Turmendspiel mit einem Mehrbauern absolvieren, um den verdienten Punkt zu erringen. An Brett 7 spielte Sebastian eine Grünfeld-Indische Partie und konnte hier minimalen Vorteil erringen. Leider reichte dieser Vorteil im Läuferendspiel nicht, so dass er sich mit einem Remis zufrieden geben musste. Der Berichterstatter spielte die längste Partie des Tages. Nach einer gut verlaufenen Holländischen Eröffnung ergab sich die Möglichkeit in ein Endspiel mit zwei Mehrbauern abzuwickeln. In einem zähen Endspiel konnte ich schließlich einen weiteren Sieg für uns verbuchen. Endstand: 5,5:1,5

Wir konnten mit diesem klaren Sieg die Tabellenführung mit 7:1 Mannschaftspunkten erfolgreich verteidigen. Da die meisten schweren Gegner allerdings noch auf uns warten, wird sich erst in den kommenden Runden zeigen, was unsere bisherige Leistung wert war.

 

  

DRITTE: Hoffentlich kein Déjà-vu …

Bericht von Manfred Lenhardt

Gegen die Spielgemeinschaft Hertha/Eckbauer verlor die Dritte mit 3,5:4,5 und liegt mit 4:4 Mannschaftspunkten weiterhin im Mittelfeld.
Mit der Überschrift erinnert sich der Berichterstatter an die Stadtligasaison vor zwei Jahren. Viele Chancen wurden ausgelassen, Mannschaftskampf um Mannschaftskampf ging knapp verloren und am Ende war der Abstieg nicht zu verhindern. Und das Match gegen Hertha/Eckbauer passte haargenau in dieses Muster.

Ulrich Oginski (Brett 7) hatte bis ins Endspiel eine leichte Initiative, doch die Stellung blieb ausgeglichen und endete im Remis. Danach folgten die ersten Entscheidungen: Thomas Kögler (Brett 6) zentralisierte geschickt Dame und Springer und gewann Material, während Gerd Biebelmann (Brett 4) ein gegnerisches Figurenopfer abwehrte und die Mehrfigur nach Hause brachte. Den Anschluss musste Wiktor Pronobis (Brett 8) zulassen, der im Duell der Ersatzspieler zunehmend unter Druck geraten war. An Brett 2 hatte Manfred Lenhardt eine unübersichtliche Stellung angestrebt. Da die Nebenbretter gut standen, einigte er sich auf Remis, noch bevor die Zeitnot-Blitzerei losging.

So stand es 3:2 bei noch drei laufenden Partien. Am Spitzenbrett hatte Thomas Heerde deutlichen positionellen Vorteil und Mirza Hasic (Brett 3) hatte nach einem fulminanten Königsangriff zwei Mehrbauern. Und dann das Déjà-vu… Thomas' Dame verirrte sich am Damenflügel und ging gegen einen Turm verloren. Die Analyse zeigte, dass die Stellung immer noch ok war, doch nach einem weiteren Zeitnotfehler war es dann vorbei. Und Mirza fand im Turmendspiel nicht die richtige Abwicklung, verlor einen Bauern und plötzlich war es nur Remis.

In der letzten Partie von Christian Greiser (Brett 5) war trotz langer Gegenwehr nichts zu machen. In Zeitnot hatte er einen Angriff mit einem Qualitätsopfer abgewehrt und dafür langfristig einen gedeckten Freibauern erhalten. Im Endspiel kam es zum Wettlauf der Freibauern, doch die gegnerische Mehrqualität setzte sich letztlich durch

So kam es zum Endstand: 3,5 : 4,5 und wir haben es verpasst, uns vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.




FÜNFTE: Mannschaftliche Geschlossenheit bei Lasker Steglitz II

von Norbert Bartoszek

Zum Tabellenersten Lasker Steglitz II, fuhren wir mit genügend Selbstvertrauen, denn die vorherigen Spieltage hatten gezeigt, das wir als Aufsteiger durchaus in der ersten Spielklasse mithalten können. So auch diesmal: In der Aufstellung Feldmann, Steinborn, Weyers, Lüning, Otterson, Muratovic, Jacobson und Wawrzinek konnten wir mit 5:3 gewinnen.

Die einzige Niederlage war von Thomas Wawrzinek an Brett 8 zu verzeichnen, während Björn Steinborn endlich mit einem remis seine schwarze Serie unterbrechen konnte. Weitere Remisen steuerten Guido Weyers und Oliver Otterson bei.

Die "Big Points" lieferten dann die Bretter 1, 6 und 7: Guido Feldmann hatte zwei starke verbundene Freibauern, konnte somit den vorherigen Figurenverlust wunderbar kompensieren. Rafet Muratovic konnte zum Erstaunen einiger Mitspieler, seine Partie trotz Damenverlustes, dank Leichtfigurenmehrheit noch gewinnen.  Nun führten wir mit also mit 3,5:2,5. Unter aufmerksamer Beobachtung eines Kiebitzes aus der 1. Mannschaft (Franko Mahn), konnte Porat Jacobson auch seine zweite Partie in dieser Saison, nach einer starkem Endspielleistung gewinnen. Die letzte verbliebene Partie von Heinz Lüning wurde, da der Kampf nun bereits entschieden war, remis gegeben. 

Eine wirklich starke Mannschaftsleitung!





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